Die Verbandsregion Ludwigslust-Parchim nominiert Gerhard Diedrich von MFG Mecklenburger Freizeitmöbel GmbH zum „Unternehmer des Jahres 2026“.
Zwei Generationen, eine gemeinsame Zukunft und wie Familie Diedrich Tradition, moderne Technik und Heimatverbundenheit vereint
Wer Gerhard Diedrich über die MFG Mecklenburger Freizeitmöbel GmbH sprechen hört, merkt schnell, dieses Unternehmen ist für ihn weit mehr als ein Betrieb. Es ist Heimat, Lebenswerk und Verantwortung. „Wir sind von hier“, sagt der gebürtige Wariner. Das ist nicht nur ein Bekenntnis zu Brüel. Es steht auch für den Mut, in einer dünn besiedelten Region zu investieren, Arbeitsplätze zu sichern und technisches Wissen vor Ort zu halten.
Von den ersten Campingbetten zum erfolgreichen Familienunternehmen
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1965 zurück. Damals wurden in einem einfachen Gebäude Campingbetten gefertigt. Nach der deutschen Einheit stellte Gerhard Diedrich die Weichen neu und gründete 1991 das Unternehmen MFG. Als studierter Schiffstechniker brachte er technisches Verständnis, Pragmatismus und den festen Willen mit, an diesem Standort weiterzumachen. Heute produziert MFG in zwei Werken. In Brüel entstehen Gartenstühle, Tische, Liegen und Hollywoodschaukeln, die weit über Mecklenburg hinaus gefragt sind.
Unternehmensnachfolge, die gemeinsam gelebt wird
Seit 1996 gehört auch Sohn Marc zum Unternehmen. Schon früh stand für ihn fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten möchte. Trotzdem war sein Weg nicht einfach vorgegeben. Marc Diedrich übernahm zunächst Einkauf und Logistik, Gerhard verantwortete Vertrieb und Unternehmenserfolg. Jeder entwickelte seinen Bereich und sammelte eigene Erfahrungen. Mit den Jahren wuchs nicht nur das Unternehmen, sondern auch das Vertrauen zwischen den zwei Generationen.
Heute treffen Vater und Sohn wichtige Entscheidungen gemeinsam. Sie bereiten Gespräche mit Kunden und Lieferanten zusammen vor, wägen Investitionen ab und überlegen, was MFG für die Zukunft braucht. Auch die Mitarbeitenden werden einbezogen. In den täglichen Produktionsbesprechungen geht es um Abläufe, Verbesserungen und neue Ideen. Was sich im Arbeitsalltag bewährt, fließt in die weitere Entwicklung ein. Gerhard Diedrich bringt seine jahrzehntelange Marktkenntnis ein, Marc ergänzt sie mit neuen Impulsen für Einkauf, Logistik und Technik. So wird Nachfolge nicht nur geplant, sondern längst gemeinsam gelebt.
Moderne Technik schafft neue Perspektiven
Besonders sichtbar wird das bei der Modernisierung. Vater und Sohn haben sich vorgenommen, möglichst jedes Jahr in einen weiteren Roboter zu investieren. Dabei geht es nicht darum, Menschen zu ersetzen. Die Technik übernimmt vor allem monotone oder körperlich belastende Aufgaben. Gleichzeitig werden die heute rund 80 Mitarbeitenden gezielt qualifiziert. Beim sogenannten „Roboter-Teachen“ lernen sie, Anlagen einzurichten und zu steuern. Dadurch entstehen anspruchsvollere Tätigkeiten und neue berufliche Perspektiven. Für MFG ist die Automatisierung deshalb auch eine konkrete Antwort auf den Fachkräftemangel.
Qualität aus Mecklenburg – gefragt in ganz Europa
Trotz aller Technik bleibt das Unternehmen bodenständig. „Made in Germany“, die Zertifizierung nach ISO 9001 und der Einsatz von PEFC-geprüftem Holz unterstreichen den eigenen Qualitätsanspruch. Die Produkte werden über bekannte Baumarktketten und Großhändler sowie über Amazon, Otto und weitere große Onlineshops verkauft. Mit einzelnen Artikeln ist MFG heute Alleinproduzent in Deutschland und Europa.
35 Jahre MFG – mit starken Wurzeln in die Zukunft
Gerhard und Marc Diedrich zeigen, wie ein Familienunternehmen wachsen kann. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten, gegenseitiger Respekt, ein gemeinsamer Blick nach vorn, große Heimatverbundenheit und unternehmerische Stärke. So kann man in diesem Jahr stolz auf 35 Jahre Mecklenburger Freizeitmöbel und auch auf die geschaffenen Perspektiven für die Region zurückblicken.
// Peggy Hildebrand

Geschäftsführer Gerhard Diedrich mit Sohn Marc Diedrich
(Foto: MFG)
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