Über 100 Gäste. Volles Haus. Starker Jahresauftakt.
Am 4. Februar 2026 folgten 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung der Einladung zum traditionellen Neujahrsempfang der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim in die Sparkasse Parchim.
Als Regionalleiter der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim eröffnete René Krüger den nunmehr 22. Empfang und ging in seinen Begüßungsworten unter anderem auch auf die Bedeutung des Ehrenamtes im Verband ein. Präsidium und Regionalleitungen tragen gemeinsam den Verband und dazu bei, nah an den Themen der Mitgliedsunternehmen zu sein. Die jeweils für drei Jahre gewählten Gremien vertreten aktiv deren Interessen und René Krüger forderte auf, sich mit Themen und Anliegen an ihn und die Mitglieder der Regionalleitung zu wenden.
Kai Lorenzen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, ordnete anschließend die Lage mit Blick auf die Finanzwelt vorsichtig positiv ein: Die Wirtschaft wird komplexer, Geschäftsmodelle verändern sich – und bei allen Risiken gilt es, Chancen aktiv zu nutzen. Sein klares Versprechen: „Wir sind digital gut aufgestellt, aber werden keine reine Digitalbank – bei uns steht das persönliche Gespräch weiterhin im Fokus.“
Landrat Stefan Sternberg machte in seinem Beitrag deutlich: „Unser Landkreis ist stark“. Es gibt eine 75 %ige Auslastung der Gewerbestandorte, weitere Ansiedlungen sind im Gespräch. Die digitale Bauakte ist seit Januar eingeführt. Weitere Verwaltungsakte zu digitaliseren wäre technisch schon möglich, scheitert aber an noch fehlenden rechtllichen Voraussetzungen, die im Bund zu schaffen sind. Für 2026 liegt ein Schwerpunkt auf umfangreichen Investitionen in Schulen und in die Infrastruktur. Man sei ein sehr handlungsfähiger Landkreis, der Haushalt steht. Ein limitierender Faktor für eine weitere wirtschaftliche Entwicklung sind die notwendigen Fachkräfte bei einer insgesamt schrumpfenden Bevölkerung. Sein Appell an alle: Sprecht positiv über unseren Landkreis – auch über die Landesgrenzen hinaus – lasst uns im Gespräch bleiben und den Zusammenhalt stärken.
Einen lebendigen Blick aus der betrieblichen Praxis lieferte dann Matthias Biermann, Geschäftsführer des EDEKA Fleischwerks Valluhn, entlang der Frage: „Was kommt morgen auf den Teller – und wer sorgt dafür, dass es dort ankommt?“ Deutlich wurde: Unser Essverhalten verändert sich, regional unterschiedlich, aber mit klarer Tendenz (u. a. sinkender Schweinefleischkonsum). Gleichzeitig zeigte er, was Transformation im Betrieb heißt: Nach der Neuregulierung in der Fleischbranche stellte sich das Unternehmen neu auf: Heute arbeiten dort Mitarbeitende aus 23 Nationen. Lösungen wie Wohnraumbeschaffung, Shuttle-Service und persönliche Betreuung helfen, Herausforderungen im Alltag zu stemmen. Und: Wo Anerkennung und Verfahren nicht mit der Realität Schritt halten (z. B. bei Qualifikationen wie Berufskraftfahrer*innen), braucht es praxistaugliche Antworten.
So positiv die Grundstimmung war, den Realitätscheck haben wir nicht ausgeblendet: In vielen Unternehmen ist die Lage spürbar angespannter. Hohe Kosten, Fachkräfteengpässe, langsame Verfahren und wachsende Bürokratie binden Ressourcen, die eigentlich in Innovation und Wachstum gehören. Entscheidungen werden vertagt, weil Planbarkeit fehlt. Unser Anspruch: Das klar benennen und konkrete Verbesserungen einfordern. Denn Zuversicht entsteht nicht durch Optimismus allein, sondern durch verlässliche Rahmenbedingungen.
🎶 Wir sagen Danke an das Junge Staatstheater Parchim für die musikalische Begleitung!
🙏 Ein herzlicher Dank gilt unseren diesjährigen Unterstützern:
- Sparkasse Mecklenburg-Schwerin
- MBD Metall, Bau und Dienstleistungs GmbH
- Tagespflege und Pflegedienst Henning
- Pahlaß & Preuß Metallbau
Geschäftsstellenleiterin
19370 Parchim I Lindenstraße 49
19288 Ludwigslust I Garnisonsstraße 7 I Projektbüro DeveLUP
Tel.: 0385 – 569 333 Mobil: (01 73) 440 180 2
E-Mail: ludwigslust-parchim@uv-mv.de

