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Das Projekt Kompass M-V richtet sich an junge Menschen, die aktuell an ihrem Studium zweifeln oder es bereits abgebrochen haben. Durch eine digitale Anlaufstelle, in Form einer Webseite, werden die verschiedenen regionalen Beratungsakteure sichtbar. Zudem werden neue Perspektiven für die Zielgruppe in Mecklenburg-Vorpommern aufgezeigt.

Laufzeit: 01.01.2021 – 31.12.2023
Webseite: www.kompass-mv.de

Nach einer in 2019 veröffentlichten, bundesweit repräsentativen Studie liegt die Abbruchquote bei Bachelor-Studenten bei 28 Prozent. Während die Quote bei 32 Prozent liegt, ist sie an Fachhochschulen mit 25 Prozent deutlich geringer. Knapp die Hälfte aller AbbrecherInnen verlassen in den ersten beiden Semestern die Hochschule, weitere 29 Prozent in den höheren Semestern.

Ein halbes Jahr nach dem Abschied von der Hochschule hätten 30 Prozent eine Berufsausbildung aufgenommen, 30 Prozent seien erwerbstätig. Die vom Bundesforschungsministerium geförderte repräsentative Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) nennt auch Motive von Studienabbrechern. Unter denjenigen, die ein Bachelor-Studium ohne Abschluss beendeten, seien „unbewältigte Leistungsanforderungen“ der Hauptgrund (30 Prozent) vor mangelnder Motivation (17 Prozent). Für 15 Prozent ist der Wunsch nach mehr Praxis entscheidend.

Ziele

Mit dem Projekt verfolgen die Verbundpartner das Ziel, das Potenzial von Studienabbrecher*innen zur Schließung der wachsenden Fachkräftelücke in Mecklenburg-Vorpommern zu nutzen.

Dazu sollen Studienabbrecher*innen und Studienzweifler*innen zum einen mögliche Perspektiven im Land aufgezeigt werden, um sie an die Region zu binden. Zum anderen sollen der Zielgruppe bereits bestehende regionale Beratungsangebote aufgezeigt werden, welche sie bei der Suche nach einer neuen Perspektive unterstützen können. Zu diesem Zweck wurde ein Portal für Studienabbruch und Studienzweifel in MV, in Form einer Webseite, aufgebaut.

Des Weiteren stehen die Beratungsakteure im Fokus der Projektarbeit. Durch den Aufbau von regionalen Netzwerken an allen Hochschulstandorten in Mecklenburg-Vorpommern soll die Zusammenarbeit unter den Akteuren verbessert und weiter ausgebaut werden. Zusätzlich werden für die Beratungsakteure und das wissenschaftliche Lehrpersonal Schulungen angeboten, die spezielle Themen der Beratung von Studienabbrecher*innen thematisieren. Hierzu werden zunächst die Wünsche und Bedarfe der Akteure abgefragt um passgenaue Konzepte erstellen zu können.

Ferner wird gemeinsam mit den Projektpartnern eine landesweite Strategie zum Umgang mit dem Thema Studienabbruch in Mecklenburg-Vorpommern konzipiert und umgesetzt, um den Bedarfen an den Hochschulstandorten gerecht zu werden, die Bedürfnisse der einzelnen Akteure zu berücksichtigen und eine nachhaltige Implementierung der einzelnen Strategieelemente zu erreichen.

Verbund- und Projektpartner

Das Verbund-Team besteht aus qualifizierten Beratern an der Hochschule Wismar, der Universität Rostock und des Unternehmerverbands Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. Der Verbund arbeitet eng mit der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, der Handwerkskammer Schwerin, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft, dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT MV, dem Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V., der Agentur für Arbeit Schwerin, der Agentur für Arbeit Rostock, sowie den Hochschulen des Landes zusammen und nutzt somit das breite Spektrum bei der Unterstützung in einen alternativen Bildungsweg.

Kontakt

Birgit Petermann

Sekretariat

Gutenbergstraße 1
19061 Schwerin
Tel.: (0385) 56 93 33
Fax: (0385) 56 85 01
mecklenburg@uv-mv.de

 

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