Skip to main content

Unsere Mitglieder

Seelandt & Utecht Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG

Christopher Ulbrich, Jan Weber

Geschäftsführer & Inhaber

Vom Mitarbeiter zum Unternehmensnachfolger

Seelandt & Utecht Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG, Schwerin (SUK)

Vor über 31 Jahren gründeten Michael Seelandt und Heiko Utecht die Seelandt & Utecht Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG. Ihr Engagement führte das Unternehmen zu einer stetigen Entwicklung, festen Kundenbeziehungen und hoher Auslastung. Damit diese Entwicklung positiv und zukunftsorientiert weiter gehen kann, haben die Firmengründer sich rechtzeitig über die Nachfolge Gedanken gemacht und im Jahr 2021 das Unternehmen in neue Hände übergeben.

Jan Weber und Christopher Ulbrich wagten sich als langjährige Mitarbeiter an das Abenteuer Unternehmertum. Seit Juli 2021 sind beide nun alleinige Gesellschafter und Geschäftsführer der Seelandt & Utecht Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG in Schwerin. Dies stellte sicher, dass die Tradition der Gründer weitergeführt wird, gleichzeitig aber Raum für neue Ideen geschaffen wird.

„Hier bei der Seelandt & Utecht Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG in Schwerin wissen unsere Spezialisten genau, worauf es bei der Kunststoffverarbeitung im Spritzgießen ankommt. Ob technische Formteile oder Konsumgüter unter der Marke SUK, immer geht es in unserem Team um perfekte Ergebnisse und hochwertige Produkte. Dabei stehen von der Beschaffung der Kunststoffe-Granulate über die Verarbeitung im Spritzgießverfahren, die Baugruppen- oder Fertigteilmontage, das Qualitäts- und Umweltmanagement bis hin zur Logistik die spezifischen Anforderungen und Wünsche unserer Kunden im Fokus“ so die Unternehmensnachfolger.

Die Tradition der Kunststoffverarbeitung nahm in den 70ger Jahren in Schwerin ihren Anfang. Mit dem Aufbau des VEB Plastmaschinenwerk und des VEB Plastverarbeitung entstanden in Schwerin zwei Betriebe, die diesen Bereich viele Jahre bis hin zur Wende prägten. Bei SUK sind noch Werkzeuge aus dieser Zeit zu finden, mit denen damals klassische 5 und 10-Liter-Eimer, beliebte Werkzeugkästen oder Motorradkoffer für Simson und vieles mehr für den sogenannten Konsumgüterbereich der DDR produziert wurden. Viele Fachkräfte haben in der betriebseigenen Lehrwerkstatt, dem heutigen Schweriner Ausbildungszentrum, ihren Beruf erlernt und so die Kompetenz im Bereich der Kunststoffverarbeitung in der Region erhalten.

Bis zur Coronakrise lief der Betrieb reibungslos oft mit einem Vier-Schichtsystem und einer hervorragenden Auftragslage, so dass die Zeichen für die Nachfolger gut standen und die Übernahme als machbar und zukunftsträchtig eingeschätzt wurde. Pandemie, Krieg, Krise veränderten jedoch die Rahmenbedingungen deutlich zum Negativen. Die enormen Steigerungen Material-  und der Energiekosten ließen die Produktionskosten in die Höhe schnellen. Als Lohnfertiger ist man Produzent im Auftrag von Kunden, nicht aber Inhaber der Spritzgießwerkzeuge. So können Kunden ihre Produkte überall auf der Welt herstellen lassen, wobei es wohl kein Land mehr gibt, was nicht günstiger als Deutschland hinsichtlich der Energie- und auch Lohnkosten aufgestellt ist. Man kann sich nur noch über Qualität und Verlässlichkeit hervortun, was glücklicherweise auch vielen Auftraggebern wichtig ist.

Die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit macht den jungen Unternehmern zu schaffen, obwohl sie in den zurückliegenden Jahren schon vieles neu aufgestellt haben. So wurde einiges im Bereich Digitalisierung der internen Abläufe und Prozesse getan, um zu mehr Effizienz zu gelangen. Dazu ist die Mitarbeiterbindung beiden Geschäftsführern besonders wichtig, wozu unter anderem moderne Belohnungssysteme eingeführt wurden. Mit den Firmen eigenen Garten, Innerbetrieblichen Veranstaltungen wie Kicker- und Tischtennisturnieren oder auch andere Veranstaltungen tut man etwas für die gute Stimmung im Unternehmen.

Da einige Aufträge mehr wünschenswert wären, freuen sich die Jungunternehmer Jan Weber und Christopher Ulbrich über hilfreiche Unternehmerkollegen, die Kontakte herstellen oder Tipps geben können. Wir wünschen den beiden Nachfolgern Kraft und Durchhaltevermögen, um diese – für viele Unternehmen – sehr schwierige Zeit gut abzuwettern.

SUK Schwerin – Seelandt und Utecht

LEiTEK Informations- und Automatisierungstechnik GmbH

Andrea Petersohn

Geschäftsführende Gesellschafterin

25 Jahre LEiTEK – eine Erfolgsgeschichte

Vor 25 Jahren, am 01.10.2000, wagten die beiden Ingenieure Jens Zinck und Hartmut Behncke die Gründung der LEiTEK Informations- und Automatisierungstechnik GbR in Schwerin. 10 Jahre nach der Wiedervereinigung waren sie bereit für diese Firma. Vorher arbeiteten beide Ingenieure in anderen Unternehmungen und sammelten Fachwissen, Kompetenz und gute Kontakte sowie Ideen.

Heute ist LEiTEK eines der führenden mittelständischen Unternehmen der Automatisierung und Digitalisierung in Westmecklenburg und realisiert Projekte auf allen Kontinenten der Welt. Als starker Partner an der Seite von Großkonzernen, wie Linde oder AirLiquid, aber auch von mittelständigen Unternehmen, wie Arla Foods Upahl oder den Stadtwerke Schwerin, setzen die Mitarbeiter der LEiTEK ihre Gedanken und Ideen zu modernen Technologien in Projekten um.

Das Unternehmen bietet seit nunmehr 25 Jahren Steuerungslösungen im Bereich der tiefkalten Flüssigkeiten und der Wasserstofftechnologie an. Aber auch Projekte zur Automatisierung in der Papierherstellung, der Werftindustrie, der Chemie, im Bereich Öl- und Gas, der Lebensmitteindustrie und vielen anderen Bereichen wurden und werden realisiert.

Dabei ist LEiTEK gut in der Region vernetzt und ein aktives Mitglied im Open Factory Campus, einem Zusammenschluss von Technologiefirmen in Schwerin und deren Umland zur Entwicklung von innovativen neuen Technologien.

Seit der Gründung vor 25 Jahren ist die Mitarbeiterzahl und der Jahresumsatz kontinuierlich gewachsen.  Mit über 30 Mitarbeitern ist LEiTEK heue ein solider Arbeitgeber. Auch die Projekte wurden immer umfangreicher und komplexer. Als Siemens Solution Partner ist LEiTEK ein zertifizierter Partner der Siemens AG in mittlerweile mehreren Spezialisierungen der Automatisierungstechnik von der Basisautomatisierung, über komplexe Leitsysteme, der Antriebstechnik und Prozessinstrumentierung bis hin zur Cyber Security in OT- Netzwerken. Damit kann LEiTEK das gesamte Spektrum der Automatisierung und Digitalisierung von Steuerungsprozessen für die Organisation und Durchführung in der Produktion bis zum Service anbieten.

Im 25ten Jahr des Bestehens war es an der Zeit, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und so haben die beiden Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter den Staffelstab zum 01.01.2025 an Andrea Petersohn als neue geschäftsführende Gesellschafterin übergeben. Somit ist die Grundlage für die Weiterführung der Erfolgs Story für die nächste Generation geschaffen. Beide Gründer bringen sich nach wie vor im Unternehmensalltag mit ihren umfangreichen Erfahrungen und Kontakten ein und sorgen so für einen stabilen Übergang bei Mitarbeitern und Kunden.

 

Jens Zinck und Hartmut Behncke

Aktuell wird gemeinsam mit Rheinmetall Elektronics ein neues Standbein entwickelt. Im Bereich der maritimen Simulation entstehen dabei Schiffsführungssimulatoren für die nautische Ausbildung im zivilen und militärischen Bereich.

Auch die Ausbildung spielt bei der LEiTEK eine große Rolle. Aktuell werden vier Azubis und zwei duale Studenten in den Bereichen IT und Automatisierung ausgebildet. Die Entwicklung von eigenen Fachkräften initiierten bereits die ehemaligen Geschäftsführer als internen strategischen Schwerpunkt, der auch in der Zukunft beibehalten wird.

Der Generationswechsel ist geschafft und die LEiTEK bereit für weitere 25 Jahre!

Home | LEITEK Informations- und Automatisierungslösungen

Neumühler Bauhütte GmbH

Katrin Leßmeister

Kaufmännische Leitung

Neumühler Bauhütte GmbH – Handwerk mit Geschichte

Wo Geschichte auf Handwerk trifft: Die Neumühler Bauhütte GmbH aus Schwerin widmet sich mit ihren Vorgängerunternehmen seit über vier Jahrzehnten der Sanierung und Modernisierung moderner und historischer Bausubstanzen. Mit einem Team von 90 Spezialist:innen und Auszubildenden vereint das Unternehmen traditionelle Techniken mit modernem Know-how – für Restaurierungen, die Werte erhalten und damit Geschichten weitertragen.

Was 1978 aus dem ehemaligen VEB Denkmalpflege Schwerin hervorging, ist heute weit mehr als ein Handwerksbetrieb: Die Neumühler Bauhütte GmbH ist ein Ort gelebter Baukultur, an dem Geschichte mit Hingabe bewahrt und mit handwerklicher Meisterschaft weitergeschrieben wird. Über alle Gewerke bündeln 10 Handwerksmeister mit ihren fachlich versierten Teams das know-how und widmen sich behutsamen der Restaurierung und der Sanierung von Gebäuden jeder Art und erwecken Neubauten zum Leben. Ein Team, welches ihr Handwerk nicht nur beherrscht, sondern lebt. Jeder Stein, jede Fuge, jedes Detail erzählt eine Geschichte – und die Neumühler Bauhütte sorgt dafür, dass sie nicht verloren geht. Und bewahrt sich mit Wissenstransfer an die nächste Generation ihre eigene Geschichte.

Glanz der Geschichte – Die Prunkkuppel des Schweriner Schlosses

Die Vergoldungsarbeiten an der Prunkkuppel des Schweriner Schlosses, wurden sowohl 1993 als auch 2024 und 2025 mit großer Sorgfalt und handwerklicher Präzision durchgeführt – und spiegeln den hohen Anspruch an Denkmalpflege wider. Die Pflege der Prunkkuppel ist nicht nur Handwerk, sondern ein kulturelles Bekenntnis zur Geschichte, zur Identität unser Landeshauptstadt Schwerin und zur Erhaltung unseres historischen Erbes.

Im Zentrum steht ein klarer Leitgedanke

Handwerk ist keine Ware. Es ist eine Dienstleistung, die auf Können, Vertrauen und Verantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter basiert. Mit dieser Haltung verbindet die Neumühler Bauhütte Tradition und Zukunft – und schafft Werte, die bleiben.

Ein Handwerksportfolio, das Maßstäbe setzt

Die Neumühler Bauhütte GmbH vereint unter einem Dach ein beeindruckend breites Spektrum traditioneller und moderner Handwerksleistungen – mit höchster Präzision und Liebe zum Detail. Neben den klassischen Handwerksleistungen der fünf Gewerke wird den Auftraggebern Besonderes geboten:

  • Restaurierung & Rekonstruktion: Wand- und Deckenmalereien, Ornamente, Holz- und Steinimitationen
  • Veredelung & Schutz: Vergoldungen, Fassadenanstriche und -reinigungen
  • Fassadenreinigung durch Laserreinigungstechnik, Abrasiv- und Wasserdruckstrahlverfahren
  • Substanzsicherung: Maurer-, Stuck- und Putzarbeiten, Risssanierung, Mauerwerkstrockenlegung, Abdichtung
  • Zimmererhandwerk: Turmkonstruktionen, Fachwerke, Treppen, Dachtragwerke
  • Dachdeckerei: Ziegel, Bitumen, Holzschindeln, Zink- und Kupferarbeiten und Gründächer
  • Tischlerei: Fenster, Türen, Möbel, Holzeinbauten und individuelle Innenlösungen
  • Betonbau: Fundamente, Rohbau, Betonfertigteile, Ortbeton

Ob filigrane Ornamentik oder tragende Holzkonstruktion – jedes Gewerk folgt dem Anspruch, Neues zu errichten, historische Substanz zu bewahren und mit handwerklicher Exzellenz den Bauherren die bestmögliche Lösung zu schaffen.

Mut zur Erweiterung – Betonbau als Gewerk

Im August 2024 hat die Neumühler Bauhütte GmbH ihr Portfolio um den Betonbau erweitert – ein bedeutender Schritt, der zeigt: Tradition und Fortschritt schließen sich nicht aus.

Mit dem neuen Gewerk stärkt das Unternehmen seine Kompetenz in der Substanzsicherung und schafft neue Möglichkeiten für anspruchsvolle Bauprojekte. Ein mutiger Impuls, der das Fundament für die Zukunft legt – buchstäblich.

Getreu des Unternehmensanspruchs auch in den nächsten 20 Jahren für die Bauherren und deren Gebäude da zu sein.

 

Startseite – Neumühler Bauhütte GmbH

Verfasserin: Katrin Leßmeister

Steffen Huber GmbH

Steffen Huber

Geschäftsführer

Die Steffen Huber GmbH – vom Garagenbetrieb zum Energiearchitekten

Wie ein Familienbetrieb aus Neustadt-Glewe zum Vorreiter der Digitalisierung im Handwerk wurde

Der Anfang: Handwerk trifft Innovation

Alles begann klassisch: Henry Huber gründete seine Dachdeckerei als Einzelunternehmer. Der PC stand auf dem Küchentisch, eine 50-Quadratmeter-Garage diente als Lager. Sein Sohn Steffen arbeitete schon als Teenager in den Ferien mit. Nach seiner externen Dachdeckerausbildung kehrte dieser schnell zum Familienbetrieb zurück und machte nur ein Jahr später seinen Meister.

Steffen Huber erkannte früh ein Zukunftsfeld: Photovoltaik. Bereits um 2006 herum zeichnete sich ein deutliches Signal ab – die Nachfrage nach Solaranlagen stieg rasant. Gleichzeitig häuften sich Beschwerden über undichte Dächer, verursacht durch unsachgemäße Fremdinstallationen. Für Steffen Huber war klar: Hier liegt Potenzial – und Verantwortung zugleich. Sein Ansatz: „Wir sind die Profis auf dem Dach – das machen wir selbst.“

Dank eines Elektromeisters im Team, kontinuierlicher Schulungen und der Kombination aus Dach- und Elektrohandwerk war das Unternehmen bestens aufgestellt, um sich als ganzheitlicher Anbieter im PV-Bereich zu etablieren. Dabei begann alles mit einem mutigen Schritt: der Investition in eine eigene Photovoltaikanlage – komplett finanziert ohne Eigenkapital.

„Jedes Wochenende sind wir mit dem Fahrrad zur Firma gefahren und haben die Stromzähler kontrolliert“, erinnert sich der Geschäftsführer. Die Einspeisevergütung war entscheidend, um den Kredit bedienen zu können. Erst durch diese eigene Erfahrung wuchs das Vertrauen in die eigene Kompetenz.

Der entscheidende Durchbruch zur Etablierung der neuen Unternehmenssparte kam mit der Unterstützung der örtlichen Sparkasse. Ein Vorstandsmitglied, das die Familie persönlich kannte, gewährte dem jungen Unternehmer einen Vertrauensvorschuss: „Wenn nicht ihr, wer dann sonst? Ich glaube an euch.“
Eine Form der Kreditvergabe, die heute kaum noch denkbar ist.

Die Herausforderung: Wachstum bei laufendem Betrieb

Der Aufbau der neuen Geschäftssparte erfolgte parallel zum Tagesgeschäft. Tagsüber wurde gedeckt, abends installierten die Hubers Solaranlagen, planten Angebote und

bewältigten Bürokratie. Eine wachsende Herausforderung, die schließlich 2010 zur Gründung einer separaten GmbH führte – neue rechtliche Rahmenbedingungen, neue Versicherungsanforderungen, aber auch bessere Absicherungen für Kunden und Unternehmen.

2010 bis 2012 erlebte die Branche dann einen beispiellosen Boom. „Du musstest nur ein Modul hochhalten, das haben sie dir aus der Hand gerissen“, beschreibt der Unternehmer die goldenen Jahre. Doch mit dem Boom kamen auch mehr unseriöse Anbieter, die schnell viel Geld verdienten, schlecht arbeiteten und wieder verschwanden.

Der Wendepunkt kam 2014/2015, als die Photovoltaik-Branche in eine Krise geriet. Paradoxerweise wurde dies für Huber zum Segen: „Bei vielen Anlagen wurden die Schäden so extrem, dass wir massiv Anfragen bekommen haben: komplette Anlagen demontieren, Dächer sanieren, wieder neu montieren.“ Das lukrative Reparaturgeschäft half dem Unternehmen über die Delle des Marktrückgangs hinweg. Für die Steffen Huber GmbH hieß es in dieser Phase: wachsen – aber mit Substanz.

Digitalisierung: Vom Chaos zur Kontrolle

Mit dem Wachstum kamen neue Herausforderungen – besonders organisatorisch. Der analoge Arbeitsalltag sorgte zunehmend für Frust: verlorene Papierakten, fehlerhafte Aufmaße, nicht gestellte Schlussrechnungen. „Ich war wirklich wütend und sauer“, so Huber, „weil teilweise ganze Ordner nicht zurückkamen.“ Der Leidensdruck wurde so groß, dass er sich selbst an den Rechner setzte und nach Begriffen wie „digitale Baustelle“ suchte. Zu dem Zeitpunkt gab es noch nicht viele Anbieter am Markt, aber ich konnte ein paar Unternehmen ausfindig machen, die sich schon damit beschäftigt haben“. Nach einem ersten gescheiterten Investitionsversuch – 15.000 Euro verbrannt – fand das Unternehmen mit dem Start-up „Kraftblut“ den richtigen Partner. Gemeinsam wurde eine digitale Baustellenakte entwickelt, die heute essenzielle Prozesse wie Materialwirtschaft, Projektverfolgung und Kommunikation abbildet.

Weichenstellung: Innovationsausbau als Dauerprozess

Die positiven Erfahrungen mit digitalen Tools ermutigten den Unternehmer, weiter zu investieren. Heute setzt das Team unter anderem auf 3D-Drohnenvermessung für digitale Aufmaße und KI-gestützte Wärmebildauswertung. Mit dem Umzug auf ein neues Firmengelände im Jahr 2020 und dem Bau eines eigenen Showrooms entstand ein neues Herzstück der Kundenkommunikation: Technik zum Anfassen, Live-Daten von PV-Anlagen und eine professionelle Beratung auf Augenhöhe. Die Zielgruppe hat sich dabei gewandelt – hin zu Kunden, die nicht nur Rendite erwarten, sondern bewusst auf Nachhaltigkeit setzen.

//Tag der erneuerbaren Energien Steffen Huber GmbH / Video: my-scale digitale GmbH

Service und Bildung: Zukunft denken

Neben dem Neugeschäft gewinnt auch der Service zunehmend an Bedeutung. Wartung und Nachrüstung („Repowering“) älterer Anlagen gehören mittlerweile auch zum wachsenden Geschäft. Der Service ist ebenfalls durchdigitalisiert: ein Formular auf der Website regelt Serviceaufträge mit transparenter Preisstruktur. Wer Kundenservice will, muss dafür zahlen – einfache, wirtschaftlich klare Kommunikation.

Auch Bildung und Nachwuchs finden ihren Platz im Konzept: Im Rahmen der „Handwerker-Schule“ öffnet sich der Betrieb für Schülerklassen. Zwischen Vogelhausbau mit PV-Modulen und Drohnenflügen wird versucht, Jugendliche für das Handwerk zu begeistern – auch als gesellschaftliche Verantwortung.

//Schülertag bei der Steffen Huber GmbH / Video: my-scale digitale GmbH

Ausblick: Intelligente Gebäude als Vision

Das Unternehmen verfolgt längst die nächste Vision: die vollvernetzte Energiewelt im smarten Gebäude. Wärmepumpen, Warmwasser, Klimaanlagen und Elektromobilität werden bereits heute intelligent mit PV-Strom gesteuert. Dazu kommt KI-gestützte Automatisierung für vorausschauenden Energieeinsatz – auch im Viertelstundentakt dynamischer Stromtarife.

//Smartes Home / Video: my-scale digitale GmbH

Für die Zukunft hat Steffen Huber auch einen Wunsch an seine Kollegen: „Mehr Offenheit, klarer Austausch zu Prozessen und Zahlen – keine Konkurrenz, sondern die nackte Wahrheit. Unter dem engen Schulterschluss der Firmen in unserem Land wird die hiesige Wirtschaft auch in Zukunft ein gut laufender Motor für M-V sein“.

Die Geschichte der Familie Huber zeigt exemplarisch, wie sich auch kleinere Handwerksbetriebe aus strukturschwachen Regionen mit Weitblick und Konsequenz zu Impulsgebern für die Zukunft der Arbeit entwickeln können.

//Foto Steffen Huber GmbH/privat

 

Erfolgsprinzipien eines KMU im Wandel

Der Weg vom Einzelunternehmen zum innovativen Handwerksbetrieb basiert auf Grundprinzipien, die viele mittelständische Unternehmen adaptieren können:

  • Marktwandel früh erkennen und gezielt Kompetenzen aufbauen
  • Bestehende Expertise kombinieren – hier: Dach und Elektrik
  • Qualität vor Quantität: Langsames, gezieltes Wachstum
  • Rechtlich frühzeitig handeln: Trennung von Geschäftsbereichen zur Risikominimierung
  • Digitalisierung vorantreiben, auch nach Rückschlägen
  • Partnerschaften mit Innovatoren eingehen
  • Service als Differenzierungsmerkmal ausbauen
  • Ganzheitlich denken: Vom Produkt zur integrierten Energielösung

Dachdeckerei & PV Anlagen für Ludwigslust, Schwerin & Parchim

MMT Academics eGbR

Marcus Treml

Gründer und Inhaber

Finanzkompetenz als Zukunftschance

MMT Academics aus Parchim

Mit der Gründung von MMT Academics setzten Melitta und Marcus Treml den Grundstein für ein Unternehmen, das junge Menschen finanzielle Bildung zugänglich macht und damit einen wichtigen Beitrag zur persönlichen und beruflichen Zukunftsgestaltung leistet.
Aus der Kombination praktischer Erfahrungen als Industriekaufmann, eines abgeschlossenen Studiums der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Finanzen sowie Erkenntnissen aus den Sozialwissenschaften entwickelten sie einen Bildungsansatz, der theoretisches Wissen mit Lebenspraxis verbindet. Was als regionale Initiative begann, hat sich längst zu einem bundesweit aktiven Bildungsanbieter entwickelt, der zehntausende junge Menschen erreicht und inzwischen auch international tätig ist.

Peggy Hildebrand: Eure Programme werden inzwischen auch in Unternehmen eingesetzt. Warum spielt finanzielle Bildung dort eine Rolle?

Marcus Treml: Finanzielle Bildung spielt auch im Arbeitsalltag eine große Rolle. Wir sehen das in unserer Arbeit immer wieder: finanzielle Herausforderungen, Überschuldung oder gar Lohnpfändungen können enorm belasten – psychisch und praktisch. Das kann zu schlaflosen Nächten, Leistungsabfall und manchmal sogar zu organisatorischem Mehraufwand im Betrieb führen.

Peggy Hildebrand: Wo genau zeigt sich in Unternehmen, das finanzielle Bildung einen Unterschied machen kann?

Marcus Treml: Oft wissen Unternehmerinnen und Unternehmer gar nicht genau, wo der Schuh drückt – dabei lassen sich viele dieser Probleme durch präventive Bildungsangebote frühzeitig vermeiden. Genau dort setzen unsere Programme an: Sie stärken finanzielle Resilienz, Selbstbestimmung und Handlungskompetenz, mit spürbaren positiven Effekten für Arbeitgeber und Beschäftigte gleichermaßen.

Peggy Hildebrand: Ihr arbeitet sehr nah mit jungen Menschen zusammen. Welche neuen Themen sind euch dabei begegnet?

Marcus Treml: Durch die enge Zusammenarbeit mit jungen Menschen stoßen wir immer wieder auf neue Themenfelder, etwa Berufsfähigkeit, Selbstständigkeit und Unternehmertum. Dieses Interesse motiviert uns, unser Bildungsangebot stetig weiterzuentwickeln und zu erweitern.

Peggy Hildebrand: MMT ist inzwischen auch international aktiv. Wie bringt ihr eure Expertise dort ein?

Marcus Treml: Dank unserer praktischen Erfahrung engagieren wir uns in internationalen Projekten, um unser Wissen einzubringen und weiter auszubauen. Ein schönes Beispiel ist das EU-kofinanzierte Projekt DECO-ENTER4FUTURE im Bereich der Berufsbildung. Ziel war es, die unternehmerischen Fähigkeiten und die Berufsfähigkeit junger Menschen zu stärken und sie mit Unternehmen aus der Region zu vernetzen – mit großem Erfolg.

Peggy Hildebrand: Wie hat sich euer Ansatz seit den ersten Workshops verändert?
Marcus Treml: Aus einzelnen Workshops ist ein wachsendes Netzwerk mit Bildungsinstitutionen, Unternehmen und Regionen in ganz Deutschland und darüber hinaus entstanden. Finanzielle Bildung ist Zukunftskompetenz. Unser Anspruch bleibt: Jede und jeder soll die Chance haben, diese Kompetenz zu erlernen und selbstbestimmt zu wachsen.

Mit MMT Academics zeigt Marcus Treml, wie aus einer Vision ein nachhaltiges Bildungsunternehmen entsteht. Dieser Weg ist ein Beispiel dafür, wie innovative Ideen, Mut und regionale Verbundenheit die Grundlage für unternehmerischen Erfolg bilden können und wie aus Parchim heraus Zukunftskompetenzen entstehen, die bundesweit und international Wirkung entfalten.

// Marcus Treml & Peggy Hildebrand

www.mmt-academics.de

M.S. Nordwolle GmbH

Marco Scheel

Gründer & Geschäftsführer

Am Anfang stand die Wolle aus der Heimat

M.S. Nordwolle GmbH

Ich bin geboren und aufgewachsen auf Deutschlands schönster und größter Insel, der Insel Rügen. Rügen liegt in der Ostsee und obwohl diese keinen Tidenhub hat, gibt es dennoch Landesschutzdeiche, die mit Schafen bewirtschaftet werden. Unsere einheimische Schafrasse, das Grauwollige Pommersche Landschaf, wurde vor mindestens 3800 Jahren von slawischen Siedlern, den Pomoren, in unserer Region gezüchtet. Durch den Fischfang waren sie gut mit Nahrung versorgt, aber sie brauchten eine Bekleidung, die sie bei ihrer täglichen Arbeit vor Wind, Wetter und allen Unbilden der Natur schützt. So züchteten sie durch Versuch und Irrtum über einen langen Zeitraum eine Schafrasse, deren Wolle genau für diesen Einsatz perfekt geeignet ist. Die Wolle dieser Tiere wurde einstmals hoch gehandelt. Heute wissen wir, das nordische Händler diese Wolle schon vor 1000 Jahren bis nach Ägypten, ja sogar bis in die neue Welt gebracht haben. Tatsächlich behielt diese Faser ihren hohen Wert bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Bis zum Erscheinen der heute weitverbreiteten Kunstfaser. Tatsächlich hat die Erstbesteigung des Mount Everest nicht in einer faserverstärkten Mülltüte stattgefunden, sondern in einem Gebirgsloden – ganz ähnlich den Tüchern, die auch wir bei Nordwolle für unsere Funktionsbekleidung verwenden. Es scheint heute mehr als angemessen und die Zeit reif, dieser Wolle wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Als ich 2013 die Firma Nordwolle gründete, musste ich mit ansehen, wie die Schäfer auf Rügen die Wolle entweder im Feuer oder auf dem Misthaufen entsorgten, da sie niemanden fanden, der sich dafür interessierte. Natürlich hatten die Schäfer für das Desinteresse kein Verständnis, denn sie konnten beobachten, wie das Pommernschaf seine Lämmer im Winter, im Schnee und Sturm gebar und wie es auch im Hochsommer, ohne Beschattung und in voller Wolle auf dem Deich stehen konnte, ohne an einem Hitzeschlag zu sterben. Diese Beobachtungen formten in mir die Mission für unsere heutige Firma Nordwolle. Ich nahm 300 kg Wolle von einem Schäfer, begann Betriebe zu suchen, die in der Lage waren, dieses aus der Zeit gefallene Material zu verarbeiten und der Rest ist Geschichte.

Heute dürfen wir unsere Produkte für sämtliche Outdooraktivitäten in unserer wunderschönen Produktionsscheune im Züsower Ortsteil Teplitz (Landkreis Nordwestmecklenburg) herstellen. Zu unserem Werksfest kommen Menschen aus ganz Deutschland, um zu sehen, zu hören, zu fühlen und zu riechen, wie wir diesen neuen und gleichzeitig so altbewährten Weg beschreiten. Die Qualität der Materialien ist dabei das eine. Ein ebenso wichtiger Aspekt ist die Frage, wie wohl sich Menschen in unseren Produkten fühlen. Entscheidend dabei ist nicht nur die Haptik des Materials, sondern auch die Formgebung der Textilien – der Schnitt, wie wir sagen.

Insbesondere an dieser Stelle können wir stolz behaupten, einen langen Weg gegangen zu sein und mit viel Mühe und Geduld immer wieder getüftelt zu haben, um endlich wunderbar gefällige Modelle anbieten zu können, denen es gleichzeitig nicht an Praxistauglichkeit mangelt.

Marco Scheel // Gründer und Geschäftsführer M.S. Nordwolle GmbH

zur Website

Arche-Hof Domäne Kneese der Lebenshilfewerk Hagenow gGmbH

Thies Merkel

Einrichtungsleitung

Leben, Arbeiten und Wachsen im Einklang mit Mensch und Natur

Arche-Hof Domäne Kneese

Der Arche-Hof Domäne Kneese ist seit Oktober 2003 ein Angebot des Lebenshilfewerkes Hagenow gGmbH und in Form einer Hofgemeinschaft eine Außenstelle der Hagenower Werk- und  Wohnstätten.

Das Lebenshilfewerk Hagenow ist eine gemeinnützige GmbH, die Menschen mit Behinderung auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung begleitet. Die 1991 gegründete gGmbH folgt in ihrer Arbeit den Wertvorstellungen und Zielen ihrer Gesellschafter Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow gGmbH und Lebenshilfe Hagenow e.V. In verschiedenen Einrichtungen des Lebenshilfewerkes Hagenow lernen die Menschen ihr Leben weitgehend selbstständig zu meistern: Der Arche-Hof ist eine heilpädagogische Wohn- und Arbeitsstätte der Lebenshilfewerk Hagenow gGmbH und befindet sich in Kneese im Biosphärenreservat Schaalsee, Nordwestmecklenburg.

Die Bereiche Arbeit, Wohnen und Freizeit sind auf dem Arche-Hof untrennbar miteinander vereint. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht dabei die Orientierung am Willen eines jeden Menschen: Mit Hilfe der Tätigkeiten in der Garten – und Landschaftspflege, der ländlichen Hauswirtschaft,  der Handwerkskunst, und der eines ökologischen landwirtschaftlichen Betriebes können BewohnerInnen und Beschäftigte des Arche-Hofes ihre sozialen und beruflichen Kompetenzen weiter entwickeln und stärken. Der Arche-Hof bildet als Arbeits- und Wohnstätte eine Hofgemeinschaft und bietet derzeit 35 Arbeits- und 22 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung.

Hier leben und arbeiten Menschen, die in der Hofgemeinschaft innerhalb einer natürlichen, schützenswerten Landschaft den geeigneten Rahmen für ihr berufliches und persönliches Engagement finden. Es ist aber auch möglich auf dem Arche-Hof zu wohnen und zum Beispiel in den Hagenower Werkstätten zu arbeiten. Hier spielen der persönliche Wille und Bedürfnisse eine vordergründige Rolle. Genauso ist es möglich auf dem Hof zu arbeiten und in der Häuslichkeit zu leben. Hier wird durch die Einrichtung ein Fahrdienst organisiert. Daneben ist der Arche-Hof durch seine besonderen Angebote (z. B.: Hoffeste, Gottesdienste in der Baumkirche JODOKUS, Hofführungen, Angebot ökologische Produkte…) ein Aktions- und Begegnungsort im Biosphärenreservat für BewohnerInnen, Beschäftigte, Einheimische und BesucherInnen. Besondere Schwerpunkte der Arbeitsplätze auf dem Arche-Hof liegen in der Vermittlung der Fähigkeit in einer Hofgemeinschaft zu leben, einen Umgang und das Arbeiten mit Tieren zu erlernen und den jahreszeitlichen Zyklus der Natur zu verstehen sowie ein besonderes Umweltbewusstsein aus dem Anspruch des ökologisch betriebenen Hofes zu fördern. Im Mittelpunkt stehen neben handwerklich manuellen Fertigkeiten besonders die Förderung sozialer Kompetenzen, der Kommunikation, der Konfliktbearbeitung und der Berücksichtigung gruppendynamischer Aspekte:

Ein weiterer Aspekt ist Menschen mit Mehrfachbehinderungen die Möglichkeit zu erschließen, in der ländlichen Umgebung zu wohnen und zu arbeiten. Hierbei ist  der Inklusionsgedanke im Vordergrund und die Vermittlung von Wertschätzung und Akzeptanz innerhalb einer Gemeinschaft. Die nachfolgend aufgeführten Arbeitsbereiche sind eng mit den übrigen Wohn-und Freizeitangeboten verbunden und versuchen dadurch, die klassische Teilung von Wohnen und Arbeiten aufzulösen. Die ökologische Landwirtschaft teilt sich in die Bereiche Viehhaltung und Ackerbau. Auf dem Hof werden Angus Rinder in Form einer Mutterkuhherde gehalten. Die Aufgaben für die Beschäftigten liegen hier sowohl in der direkten Versorgung der Tiere als auch in der Pflege der Weiden, Unterstände, Ställe und der Futterernte. Die Schweinehaltung von mindestens drei Rassen nach der Idee der „Schaalsee-Arche“ (Haltung und Zucht von Haustieren, die vom Aussterben bedroht sind) bildet ein Arbeitsfeld direkt auf dem Hofgelände. Die Haltung von Legehühnern, die Sundheimer- und die Vorwerker-Hühner. Hier sind die Aufgaben, das Füttern und die Pflege des Stalls und des Auslaufes, sowie die Eierproduktion.

Die Ackerflächen werden als Flächen zum Getreide- und Leguminosenanbau genutzt. Die Aufgaben für die Beschäftigten bestehen hier, Freihalten der Ackerfläche von Steinen und Pflege der angrenzenden Hecken. Die ländliche Hauswirtschaft umfasst die Tätigkeiten der täglichen Aufbereitung und Portionierung des Essens, Reinigung der Gebäude des Hofes und die Wäschepflege innerhalb der Arbeitsbereiche. Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Versorgung und Bewirtung der Gäste bei Sonderveranstaltungen. Des Weiteren werden hofeigene Feinkostspezialitäten zubereitet und vermarktet. In der Garten- und Landschaftspflege werden übliche Arbeiten rund um Haus und Garten durchgeführt, wie bspw. die Pflege der Außenanlagen von Gewerbebetrieben und kommunalen Anlagen für die Region rund um den Schaalsee und darüber hinaus. Als Besonderheit kommen die Tätigkeiten für den Naturschutz, die Landschaftsgestaltung und die Tourismusförderung in Zusammenarbeit mit dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee und dem Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. sowie dem Zweckverband „Schaalsee-Landschaft“ hinzu. Zusätzlich sind die Beschäftigten der Garten- und Landschaftspflegegruppe für die Werbung von jährlich ca. 200 m³ Brennholz, welches als nachwachsender Rohstoff für die hofeigene Holzvergaserheizanlage genutzt wird, zuständig. Auch werden die Anlagen des Arche – Hofs gepflegt.

In der Kreativgruppe werden handwerklich, künstlerische Arbeiten ganz individuell gefertigt. Nach dem Motto immer mal was Neues und nach Möglichkeit aus bereits vorhandenen Dingen. Der Gedanke aus alt mach neu ist hier meist vertreten. Überwiegend orientieren sie sich am Jahreszyklus und fertigen Dekorationen und Produkte zu den Begegnungsveranstaltungen und Festen an.  Es werden Kooperationspartner kontaktiert, um die Produkte dort, sowie auch im Hofladen zu veräußern. Außerdem sind die Beschäftigten der Gruppe unsere „Hofmaler“, was bedeutet, dass die Beschäftigten regelmäßig unter Anleitung einer Künstlerin Kunstwerke erschaffen und kreativ mit Pinsel, Farbe aber auch anderen Materialien arbeiten.

Die Wohnstätte auf dem Hof bietet Räumlichkeiten, in denen die BewohnerInnen altersadäquat und unter Berücksichtigung ihrer Individualität wohnen und leben können. Hier können sie nach ihren Wünschen und Möglichkeiten ihr eigenes Zuhause einrichten. Jedem/r BewohnerInnen steht ein Einzelzimmer, in zwei Häusern  zur Verfügung. In der Wohnstätte sind es 12 Wohnplätze, in der Außenwohngruppe sind es 10. Die Außenwohngruppe ist barrierearm gestaltet, da es dort zwei Plätze für Rollstuhlfahrer gibt. Durch das Wohnen auf dem Arche- Hof werden derzeit 22 Menschen mit Behinderungen durch Teilhabe am Leben in die  ländliche Gemeinschaft integriert.

Auf der Grundlage der Verbindung von Arbeit und Wohnen werden die instrumentellen und sozialen Kompetenzen der BewohnerInnen entwickelt und gefördert und die Verantwortung innerhalb der ländlichen Hofgemeinschaft erlernt. Diese Wohnform ist eingebettet in bestehende binnendifferenzierte Wohnformen des Lebenshilfewerkes Hagenow und bietet dadurch dem Menschen mit Behinderung ganzheitliche Möglichkeiten und vielfältige Förderaspekte bis hin zum Ambulant Betreuten Wohnen. Im Wohnbereich werden die BewohnerInnen durch Training im lebenspraktischen Bereich zu größtmöglicher Selbstständigkeit befähigt. Hierzu gehört unter anderem das selbstständige Aufstehen, Unterstützung zur eigenen Versorgung, Hilfe zum selbstständigen Wirtschaften (mit Geld), die Vermittlung von Orientierungshilfen im näheren und weiteren Umfeld sowie u.a. das Trainieren von adäquaten Umgangsformen in der Öffentlichkeit und im Straßenverkehr.

Seit ich, Thies Merkel (Hofleiter), im Jahr 2016 auf dem Arche-Hof angefangen habe und mit Sicherheit auch davor, ist hier auf dem Arche-Hof vieles in Bewegung im Wandel. Neben der Anpassung unserer Tätigkeiten an die Bedarfe der beschäftigten Menschen gab es auch die ein oder andere baulich größere Sache. So haben wir im Jahr 2018 mit Hilfe von LEADER Fördermitteln in Höhe von knapp 200.000€ einen weiteren Schritt Richtung barrierefreie touristische Angebote und Begegnungsort zwischen Mensch mit und ohne Behinderung geschafft. So haben wir Wege gebaut, die für alle zu begehen bzw. zu befahren sind, Informationsschilder aufgestellt, für Beleuchtung gesorgt und ein Wegeleitsystem installiert, so dass sich Besucher zurechtfinden.

Im Jahr 2020 konnten wir einen weiteren großen Schritt machen. Im Dorf Stintenburger Hütte konnten wir einen alten Rinderstall im Bestand für einen Umbau zu einem neuen Rinderstall nutzen. Wir waren seit Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Entweder waren wir zu spät oder es gab einen naturschutzrelevanten Einwand. Somit waren wir sehr froh im Jahr 2020 gemeinsam mit dem Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern Herrn Dr. Till Backhaus unseren BIOLAND-Kaltstall einzuweihen. Mit dem Stall haben wir eine ökologische Futter-Mist-Kreislaufwirtschaft erschaffen und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, aber auch die Gegebenheiten des Tierwohls verbessert.

Im Jahr 2022 haben wir erneut LEADER-Fördermittel in Höhe von knapp 90.000€ erhalten, um einen barrierefreien Spielplatz auf dem Arche-Hof zu bauen. S Dies sorgt nicht nur für Begeisterung bei Menschen der Region und Besuchern des Biosphärenreservates als Erweiterung des touristischen Angebotes, sondern auch für weitere natürliche Begegnungen von Menschen mit Behinderung und ohne und trägt somit voll und ganz den Gedanken der Inklusion.

Im Jahr 2024 hatten wir Besuch vom Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Herrn Cem Özdemir, welcher uns im Rahmen seiner Sommerrundreise einen Besuch abstattete und seine Begeisterung und Wertschätzung für unsere Arbeit mitteilte.

Und auch für die Zukunft gibt es mannigfaltige Vorstellungen der Veränderung die zum Teil in der Planung sind und zum Teil noch freie Gedanken. Um zu sehen was es Neues gibt, kommen Sie doch gerne mal bei uns vorbei. Wir freuen uns auf einen Besuch.

www.LHW-Zukunft.de

Happy Texx GmbH

Gabriele Muchow, Christin Tramm

Geschäftsleitung

Happy Texx GmbH belohnt mit Kreuzfahrt

Die Happy Texx GmbH mit Sitz in Grevesmühlen ist ein innovatives Unternehmen, das sich auf Druckerei, Stickerei und Lasertechnik im Textilbereich spezialisiert hat – ergänzt durch einen integrierten Textil- und Werbeartikelhandel. Das Unternehmen ist bekannt für hohe Qualität, individuelle Kundenlösungen und eine starke regionale Verwurzelung.

Im Jahr 2000 entstand die Happy Texx GmbH aus der UTD Textildruck GmbH und der Happy Texx GbR. Seit 2014 leiten Gabriele Muchow und Christin Tramm als Mutter-Tochter-Gespann die Textildruckerei. Die gemeinsame Führung in Familienhand beweist eine einzigartige Unternehmenskultur bei Happy Texx.

Gabriele Muchow

Mit Leidenschaft & Professionalität und ihren langjährigen Erfahrungen in der Textilbranche sowie im Marketing sind Mutter und Tochter zusammen mit Ihrem Team der zuverlässige Partner für die Industrie-, Handwerks- und Tourismusbranche sowie Sportvereine & -verbände, den Freizeitbereich, Merchbereich u.v.m.

Doch nicht nur die Produkte und Dienstleistungen von Happy Texx überzeugen – auch der Umgang mit den Angestellten setzt nicht zum ersten Mal Maßstäbe.

Geschäftsführung zeigt Dankbarkeit auf besondere Weise

 

Während viele Unternehmen ihre Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden mit lobenden Worten ausdrücken, geht Happy Texx einen Schritt weiter. Zum Zeichen ihrer Dankbarkeit luden die Inhaberinnen das gesamte Team, bestehend aus 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zu einer viertägigen Kreuzfahrt mit der AIDA ein. In Balkonkabinen fuhr das Team von Warnemünde über Århus und Kopenhagen zurück an die Ostseeküste. Neben der Reise und zwei zusätzlichen Urlaubstagen erhielten die Angestellten ein Bordguthaben, einen neuen Reisekoffer sowie bestickte Jacken.

Ein Dankeschön mit emotionaler Wirkung

„Wir wollten einfach einmal Danke sagen. Der Erfolg der Firma ist den Mitarbeitenden zu verdanken“, betont Christin Tramm, die gemeinsam mit ihrer Mutter Gabriele Muchow seit mittlerweile über zehn Jahren das Unternehmen leitet. Aus Anlass dieses Jubiläums wurde die Kreuzfahrt als Überraschung für das Team geplant – mit durchschlagendem Erfolg: „Es war ein sehr emotionaler Moment, als wir die Gutscheine an die Belegschaft übergeben haben“, erinnert sich Tramm. Manche Mitarbeitenden waren überwältigt und jubelten vor Freude, was die Geschäftsführerinnen glücklich stimmte.

Mehr als nur ein Ausflug – gelebte Unternehmenskultur

Auch abseits solcher außergewöhnlichen Aktionen legt Happy Texx großen Wert auf die Zufriedenheit ihrer Angestellten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genießen beispielsweise kostenfreie Getränke, betriebliche Altersvorsorge sowie Sonderurlaub am eigenen Geburtstag.

Mit dieser besonderen Unternehmenskultur beweist die Happy Texx GmbH: Wertschätzung, Zusammenhalt und Freude im Betrieb sind nicht nur Worte, sondern gelebte Realität.

www.happytexx.de