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Die Sorge vor der drohenden Gasmangellage lässt auch regionale Unternehmen in große Unruhe geraten.

Es wird immer wieder seitens der Politik betont, die Wirtschaft solle sich vorbereiten. Jedoch wie, stellt sich vielen Unternehmerinnen und Unternehmern die Frage. Wenn das Gas ausgeht, sind auch eine Reihe von Unternehmen hierzulande nicht mehr in der Lage, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, denn ein GasMangel ist nur bedingt kompensierbar. Kommt es zur Gasnotlage, handelt die Bundesnetzagentur nach einem allgemeinen Verfahren. Unklar ist, wer Mitspracherecht bezüglich der schützenswerten Bereiche hat. Neben dem Bevölkerungsschutz müssen bestimmte Bereiche ebenfalls Priorität haben, um den Bevölkerungsschutz wirklich gewährleisten zu können. Beispielsweise müssen Krankenhäuser und Pflegeheime weiter mit Essen und sauberer Wäsche versorgt werden, um ihren Betrieb sicherzustellen.

UV Präsident Thomas Tweer: Die zu schützenden Kundengruppen sollten daher nicht nur der Bundesnetzagentur bekannt sein, sondern auch der Wirtschaft transparent offen gelegt werden. Nur dann kann man der Aufforderung der Politik, sich auf die Notlage vorzubereiten, auch nachkommen oder auf Probleme hinweisen, die noch nicht erkannt wurden. Es dürfen sich die CoronaErfahrungen nicht wiederholen, wo man oft erst feststellte, welche Bereiche der Wirtschaft doch systemrelevant sind, wenn das Problem dann da war. Dazu sind die Auswirkungen nun zu existentiell. Der gewünschte schnelle Umstieg von Gas auf andere Energieträger stellt sich darüber hinaus in der Praxis für viele Unternehmen als kaum machbar dar. Am Beispiel einer Branche lassen sich die Schwierigkeiten exemplarisch darstellen. So benötigen über 80 % aller Wäschereien für ihre Waschstraßen und Mangeln Gas zur Dampferzeugung. Ein ortsansässiges Unternehmen versorgt dabei Kunden wie ein Großkrankenhaus, kleinere Krankenhäuser und Kliniken, Pflegeheime, Küchen, Arztpraxen, die Bundeswehr sowie Hotels und Gaststätten und Privatkunden mit sauberer Wäsche. Kann hier nicht mehr gearbeitet werden, werden binnen einer Woche die benannten Bereiche handlungsunfähig. Zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur wäre eine zweckgebundene Zuteilung von Gasmengen nötig, um für diesen Teil der Kunden weiter waschen zu können.

Hinzu kommt, dass die vorhandene Technik nicht umrüstbar ist. Hier kann nur auf andere Technik gesetzt werden, die neu angeschafft werden müsste. Eine Waschstrasse für eine Viertelmillion Euro, Mangeln für einen ebenso hohen Preis. Hier wären Investitionen nötig, deren Finanzierung in einer Branche mit sehr geringen Gewinnen kaum darstellbar ist. Allein die bestehenden Maschinen zu pflegen und zu warten, verschlingt bereits die vorhandene Finanzkraft. So ziehen sich die Themen quer durch alle Bereiche der Wirtschaft. Der Umbau auf erneuerbare Energien wird Kraft und Zeit sowie Investitionen benötigen, die nur aufgebracht werden können, wenn die Geschäftsmodelle noch funktionieren. Dazu gehört auch, dass Politik und Verwaltungen ebenso funktionsfähig sind und Planungs und sowie Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigen.

Die Pressemitteilung finden Sie hier im Detail.

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