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Achtung Falle – Wenn KI zum Risiko wird

Completed Highlights im Rückblick

Achtung Falle – Wenn KI zum Risiko wird

KI ist längst im Unternehmensalltag angekommen. Doch beim JungunternehmerNetzwerktreffen des Unternehmerverbandes Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e. V. am 24. März 2026 im Digitalen Innovationszentrum Schwerin wurde schnell klar: Wer KI nutzt, ohne sie zu verstehen und zu steuern, geht ein echtes Risiko ein. Rund 25 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten der Einladung – und gingen mit einem deutlich geschärften Blick auf Chancen und Gefahren nach Hause.

Den Auftakt machte Lydia Kämpfe, stellvertretende Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Botschaft war ebenso klar wie beruhigend: KI ist kein rechtsfreier Raum. Die bestehenden Regeln gelten – sie müssen konsequent angewendet werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass genau hier die Herausforderung liegt. Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen, klare Leitplanken setzen und ihre Mitarbeitenden aktiv im Umgang mit KI schulen. Wer das nicht tut, schafft unbewusst Risiken im eigenen Haus.

Im zweiten Impuls rückte die wirtschaftliche Dimension in den Fokus. Andreas Langer und Jens Noack von der Signal Iduna machten anhand realer Schadensfälle deutlich, wie schnell aus vermeintlich kleinen Schwachstellen erhebliche finanzielle Schäden entstehen können. Die zentrale Erkenntnis: Ein solider digitaler Basisschutz ist unverzichtbar, doch ohne sensibilisierte Mitarbeitende bleibt jede Sicherheitsstrategie lückenhaft.

Den technischen Blick übernahm anschließend Svenja Mischur, Geschäftsführerin der APT GmbH. Sie zeigte eindrucksvoll, wie sich die Bedrohungslage verändert hat: Cyberangriffe sind heute schneller, präziser und oft kaum noch sichtbar. Der entscheidende Punkt: Die größte Gefahr geht nicht von der KI selbst aus, sondern von ihrem unkontrollierten Einsatz. Wenn sensible Daten unbedacht in externe Tools gelangen oder Mitarbeitende eigene Lösungen nutzen, entsteht eine Schatten-IT, die sich der Kontrolle entzieht.

Besonders lebendig wurde die Veranstaltung in der abschließenden Diskussion. Zwischen Pragmatismus und Unsicherheit wurde offen über die zentrale Frage gesprochen: Wie viel ist erlaubt – und was ist noch verantwortbar? Die Antwort der Referierenden war eindeutig: Sehr viel, wenn Unternehmen strukturiert vorgehen und sich bewusst mit ihren eigenen Prozessen auseinandersetzen.

Das Fazit des Vormittags ist klar: KI ist kein Risiko – solange sie kontrolliert eingesetzt wird. Genau hier setzt das JungunternehmerNetzwerk an und wird die gewonnenen Impulse in zukünftige Formate überführen. Denn eines wurde deutlich: Der Bedarf an Orientierung, Austausch und praxisnahen Lösungen ist größer denn je.

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